Frage: Entsiegelung: wie baut man Obst und Gemüse in einer Solarpunk-Stadt an?
Antwort:
Heute sind Städte vollgestopft mit Parkplätzen, mehrspurigen Schnellstraßen, Garagen und Tankstellen. Was passiert mit diesen toxischen Relikten der Vergangenheit in der Solarpunk-Stadt? Sie werden neu erschlossen und der Gemeinschaft zurückgegeben!
Einwohner:innen verbünden sich in selbstorganisierten Arbeitsgruppen, reißen mit Spitzhacke und Brecheisen den Asphalt heraus und legen den Boden darunter offen. Gärtner:innen, Permakultur- und Renaturierungs-Expert:innen rücken mit Schubkarren voll Kompost an, der von Nachbar:innen gespendet wurde. Sie verwandeln nicht-Orte in Parks, Kleingärten und Biotope für Bodenfauna, Vögel und kleine Säugetiere. Selbst die Treibstofftanks der Tankstellen können wiederverwendet werden. Nach der Rückgewinnung sind sie Wasserreservoirs für trockene Jahreszeiten und werden im Herbst und Winter nach und nach durch Wasserauffangsysteme befüllt.
Wo früher nur Autos fuhren sind jetzt Insektenoasen, Streuobstwiesen und Kleingärten, in denen Nachbarschaften lokale, gesunde Nahrungsmittel anbauen. In der nähe steigt eine Gruppe Freiwilliger in einen Kleinbus (elektrisch angetrieben, mit Natrium-Ionen-Batterien) der Rewilding Gilde. Sie brechen auf, um Fahrspuren der A1 zu entsiegeln. Dort entsteht Europas längster Linearpark, aber keine Angst! Es gibt noch immer genügend asphaltierte Flächen für Fahrräder, Rollstühle, Kinderwägen, Scooter und Fußgänger, selbst für die wenigen verbleibenden Autos und Kleinbusse reicht der Platz.
Der Unterschied ist, dass Städte nicht mehr für Autos gebaut werden: Stattdessen sind sie nur noch Gäste.