Thema: Wasserwirtschaft im Solarpunk
Beschreibung: Harte, undurchlässige Oberflächen sind wichtig, damit Fahrräder, Rollstühle, Kinderwegen und ja, sogar die wenigen, verbleibenden Autos (alle elektrisch mit Natrium-Ionen-Batterien) problemlos fahren können, aber seit das Wetter willkürlich zwischen Trockenheit und sintflutartigen Niederschlägen wechselt musste die Solarpunk-Stadt wasserdurchlässiger werden und ihre Beziehung zum nassen Element überdenken.
Es gibt keinen Grund sich Sorgen über die Verseuchung des Wassers durch menschliche Ausscheidungen zu machen. Exkremente werden nicht länger in die Gewässer gekippt, wie es im Spätstadium der fall war, sondern werden bis zur Sterilität kompostiert, in der Landwirtschaft als natürlicher und erneuerbarer Dünger verwendet und ersetzten so viele chemische Dünger. Selbst der Urin wird benutzt, als Beizmittel beim Färben und Gerbern, oder in verdünnter Form als Pflanzendünger.
Niedrig gelegene Skateparks verwandeln sich zu manchen Jahreszeiten in Pools und Tümpel, sehr zum Ärger der Skater:innen, die den Verlust auf dem Stand-Up Paddle oder im Kayak betrauern und durch die wiedereröffneten Krachten aus dem Mittelalter oder über die ehemalige Landebahn von Wasserflugzeugen paddeln. Und selbst sie müssen ihren Platz mit den Permakulturen teilen: Chinampas, eine traditionelle Anbauweise der Azteken mit Konstruktionen aus schwimmenden Vegetationsinseln für Getreide und Vieh, sind in letzter Zeit sehr beliebt geworden und übersäen die meisten Wasserwege. Im Sommer, wenn es genug Wasser gibt, schwärmen die Bewohner:innen zu den wiederaufgeforsteten Flussufern um schwimmen zu gehen.
Dank der drastischen Reduzierung intensiver Tierhaltung und industrieller Abwasser sind die Gewässer kristallklar und voller Leben: Libellen, Frösche, Fische, Wasservögel und sogar Ringelnattern, die zwar für den Menschen vollkommen ungefährlich sind, aber dennoch ständig Panik unter den Badegästen auslösen. Die Solarpunk-Stadt erinnert sich, dass Wasser leben ist und leben entsprechend.