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Getreide transportierender Zeppelin

Jacob Coffin
Photobash CC BY 4.0 Vertikal Luftschiff Fortbewegung Essen
Getreide transportierender Zeppelin
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Autor
Jacob Coffin
Sci-fi writer with a passion for land conservation, reuse, and human rights not being rolled back.

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Ein schneller Photobash basierend auf einem Kommentar über das Kombinieren von Zeppelin-Ankermasten mit Schneckenförderer, ähnlich zu denen, die von den Getreidesilos auf meinem letzten Beitrag mit Zeppelin waren. Ich hatte diese Idee im Kopf, wie der Mast aussehen würde, und dachte es wäre einen Versuch wert. So wäre es vielleicht nicht praktikabel, aber ich bin glücklich darüber, wie es rausgekommen ist. Das war ein schnelles Bild, wie die meisten herausgezoomten Szenen. (Mir wurde von einer Landwirt:in erzählt, dass ein Eimeraufzug besser passen würde.)

Ich habe die Sache mit den Leuten von slrpnk.net besprochen und denke, es gibt einen Platz für Getreide und Silos in der Solarpunk-Welt. Getreide spielt eine riesige Rolle bei der Ernährung unserer Gesellscahft und es scheint als strategische Nahrungsreserve verwendet zu werden – also scheint als sogar eine Solarpunk-Gesellschaft mit ihrem Fokus auf lokaler Landwirtschaft und ausgewogener Produktion, überschüssige Ernte speichern würden, um Abfall zu vermeiden und Nachbar:innen nah und fern in Zeiten der Not auszuhelfen.

Dazu, ob ein Zeppelin überhaupt Getreide transportieren solle: Ich habe für den Fracht-Zeppelin des Modell LCA60T von Flying Whales als Grundlage genommen, das einen Laderaum von 96 Meter Länge, 8 Meter Höhe und 7 Meter Breite hätte und eine Nutzlast von 60 Tonnen tragen könnte. Das entspricht ungefähr einem Truck mit einem Super-B Doppelanhänger, der ungefähr 50 Tonnen Getreide transportieren kann. Man vergleiche das mit den Kapazitäten von Frachtschiffen: Da können die kleinen insgesamt 20.000 Tonnen und die großen 400.000 Tonnen halten. Güterwägen fassen jeweils über 100 Tonnen.

Die besten Anwendungen für Zeppeline basieren vermutlich auf ihre Fähigkeiten große, sperrige Gegenstände zu transportieren, wie etwa Teile von Windrädern, und dass sie schwere Sachen vertikal nach oben heben können, wie ein fliegender Kran. Aber ich denke, ich sehe sie auch in der Nische, die gerade von LKWs eingenommen wird – Getreide vom Farmen zu Güterbahnhöfen und Häfen bringen. Sie haben eine ähnliche Kapazität, brauchen aber keine Straßen. Wenn ein Großteil unserer Solarpunk-Gesellschaft Autos deprioritisiert, würden unsere Straßen ziemlich schnell zerfallen.

Zumindest in dieser Gegend brauchen Straßen, Brücken, etc. ständige Instandhaltungsarbeiten, um auch nur ansatzweise befahrbar zu bleiben. Der Winterfrost sprengt sie auf und der Frühling verwandelt Straßenfundamente in schlammigen Matsch oder wäscht sie ganz weg. Der Aufwand zur Instandhaltung ist andauernd und teuer. 9-Achser und die großen Doppelanhänger-Sattelzüge brauchen sogar noch bessere Straßen.

Wenn die Ressourcen unserer Solarpunk-Gesellschaft limitiert sind, so wie sie in den meisten Gesellschaften sind, und sie die großen Intrastrukturprojekte wie Züge, Seilbahnen, etc. priorisieren, ist es möglich, dass die Straßen zu vielen Farmen so sehr verwahrlosen, dass eine aufkeimende Zeppelin-Industrie wie eine machbare Alternative aussieht.

Ich bin nicht sicher, ob ein Ankermast hier überhaupt notwendig wäre, wenn man an das große, eben geerntete Feld als Landefläche denkt, aber vielleicht benutzt die Farm ein System, das kompatibel mit benachbarten Farmen ist. Diese könnten Agroforstwirtschaft betreiben, und würden deshalb ungern den Platz, den eine Landefläche einnimmt, nur für den selten Besuch von Luftschiffen freihalten.